Der Ausschuss für Vereins- und Kreisentwicklung (in Folge AVK) bietet zahlreiche Ansatzpunkte für eine breit gefächerte Bildungsarbeit und hat zum Ziel, die ehrenamtlichen Mitarbeiter für ihre Aufgaben im Verein fit zu machen.

Der AKV ist somit eine Servicestelle für die zahlreichen Mitarbeiter in den Vereinen, die eine zeitgemäße, attraktive und zielgruppenspezifische Qualifizierung für Trainer, Übungsleiter, Schiedsrichter, Vereinsfunktionäre sowie Fußball-Unterrichtende an den Schulen.

Ein akribischer und gewissenhafter Arbeiter und absoluter Fachmann in allen steuerlichen und buchhalterischen Bereichen, und das vor allem ehrenamtlich. So wird ein Mann beschrieben, der sich seit mehr als 25 Jahren für seinen Verein, den SV Westfalia Rhynern, engagiert. Grund genug für Simon Schulze-Buxloh, stellvertretender Abteilungsleiter Fußball, Mitte Oktober eine Online-Bewerbung an den Deutschen Fußballbund (DFB) zu schicken und seinen Vereinskollegen Hubert Wiehagen für den DFB-Ehrenamtspreis vorzuschlagen. Seit 1997 verleiht der DFB im Rahmen der Aktion Ehrenamt und in Zusammenarbeit mit seinen Landesverbänden jährlich diesen Preis. Vereine melden hier über ihre Kreise engagierte Vereinsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter.

Der Vorschlag landete letztendlich beim Ehrenamtsbeauftragten des FLVW-Kreises Unna/Hamm, Ulrich Rolfing, und überzeugte, sodass mit Hubert Wiehagen die richtige Wahl aus zahlreichen Bewerbungen getroffen wurde.

Der 71-Jährige trat 1970 dem SV Westfalia bei und übernahm seit 1993 zahlreiche Ämter und Positionen im geschäftsführenden Vorstand. Auch heute noch verantwortet er die Vereins- und Abteilungsetats und ist erster Ansprechpartner in allen finanzrechtlichen Fragen. Alle Abteilungen profitieren von der beeindruckenden Genauigkeit seiner Arbeit, nicht nur im Tagesgeschäft, sondern auch bei Großprojekten wie aktuell dem Neubau des Vereinsheims mit neuem Rasenplatz. In einer kleinen Runde mit weiteren Vorstandsmitgliedern gratulierte der Ehrenamtsbeauftragte in Begleitung des Kreisvorsitzenden Michael Allery und überreichte ein Präsent.

„Wir hätten Herrn Wiehagen gerne in einem würdigen Rahmen überrascht und für seine hervorragende Leistung geehrt, und zwar bei unserem Ehrenamtsfest am 6. Dezember. Aber das aktuelle Pandemiegeschehen lässt eine solche Veranstaltung mit ca. 70 Personen in einem Innenraum nicht zu und wäre unverantwortlich in diesen Zeiten,“ bedauert Ulrich Rolfing die Absage des Festes. Prominente Laudatoren hatten bereits ihre Zusage gegeben. Die Ehrung wäre vom Oberbürgermeister der Stadt Hamm, Marc Herter, und Verbandspräsidenten Gundolf Walaschewski durchgeführt worden. Eine besondere Würdigung wartet noch auf den Rhyneraner. Die Preisträger aller westfälischen Kreise werden im nächsten Jahr zu einem „Dankeschön-Wochenende“ nach Berlin mit attraktivem Programm eingeladen. Bleibt zu hoffen, dass das Coronavirus dies auch zulässt. ur